
Erlebnistag zur Biodiversität mit der Wilden Waldbande
An diesem Anlass drehte sich alles um das Thema Biodiversität. Die Kinder lernten auf spielerische Weise, was sich hinter den drei Ebenen der Biodiversität verbirgt: die Vielfalt der Lebensräume, die Artenvielfalt sowie die genetische Vielfalt innerhalb einer Art. Besonders bei Letzterem halfen einfache, kindgerechte Spiele dabei, ein eher abstraktes Konzept greifbar zu machen. So wurde Wissen ganz nebenbei mit Bewegung und Spass verbunden.
Beim Erkunden der Umgebung untersuchten wir verschiedene Lebensräume – sowohl an Land als auch im Wasser. Dabei stiessen wir auf spannende Tierspuren: Biber Frass- und Schleifspuren sowie Froschlaich im Wasser. Schnell konnten wir auch mehrere Frösche entdecken. Das absolute Highlight war jedoch ein Biber, den wir aus nächster Nähe beobachten konnten – ein tolles Beispiel dafür, wie vielfältig unsere heimische Natur ist und was sie alles zu bieten hat. Das sonnige Wetter, die frühe Frühlingsfarbenpracht und die begeisterten Kinder machten diesen Tag zu einem Erlebnis für Gross und Klein.
Thema Abfall mit der Gruppe Walderleben
Wir haben am letzten Anlass am Waldrand des Fürstenwaldes Abfall gesammelt. Die Kinder waren sehr fleissig und fanden erstaunlich viel Abfall, nicht nur bei den Bänkli, auch im Bachbett. Wir lernten unterwegs auch das Leberblümchen und seine Besonderheiten kennen. Wir besprachen wie lange Abfall in der Natur bleibt und die Kinder staunten, dass das bei einigen Sachen sogar viel länger als ein Menschenleben dauert. In der Nähe eines Brunnens konnten wir eine gut getarnte Kröte beobachten.
Zum Schluss sammelten wir Holz, entfachten ein Feuer und machten Schlangenbrot und Popcorn zum Zvieri. Klar übten wir dabei auch alle Regeln zum Thema Feuer im Wald, von der Art der Feuerstelle bis zum richtigen Löschen des Feuers. Es war ein toller, erlebnisreicher Nachmittag.

Birkhuhnbalz mit den Crex Kids
Mit 8 Kindern und grosser Vorfreude ging es von Chur aus mit dem Zug und dem Poschti ins Prättigau. Die kleine Gondelbahn von Fanas war bereits ein grosses Erlebnis. Um so toller wurde es als wir durch den Nebel in die Sonne & den Neuschnee aufsteigen konnten. Durch den vielen Schnee war der Fokus am Anfang woanders angesetzt. Als dann nach kurzem Spaziergang bereits der erste Birkhahn aufgeflogen ist, nahm die Beobachtungstätigkeit plötzlich zu. In der wunderschönen Winterlandschaft mit durchziehenden Nebelschwaden konnten wir mind. 5 Birkhähne beobachten und deren Spuren im Schnee bewundern. Auch andere Spuren von Reh, Hirsch & Fuchs konnten beobachtet werden. An der Talstation zurück wurde noch ausgiebig gespielt, bevor es dann zufrieden und müde zurück nach Chur ging.
Besuch der Wasserbibliothek mit den Baus da Cletg
Am Weltwassertag wurden wir von Ernst Bromeis herzlich in Reichenau am Bahnhof empfangen. Er ist Initiant und leidenschaftlicher Hüter der Wasserbibliothek Graubünden. Die erste Frage eines Kindes lautete: «In welchem Bündner Bergsee warst du noch nicht schwimmen?» Antwort: «In vielen! Es gibt ja ungefähr 700, in ca. 200 war ich schon.» In der Wasserbibliothek ist dann auch die Wassersammlung zu sehen, kleine Fläschchen beschriftet mit dem jeweiligen Bergsee.

Die Wasserbibliothek liegt an der Stelle, wo der Vorder- und der Hinterrhein zusammenkommen, ab der ersten Brücke des Rheins heisst der rund 1000 km lange Fluss dann nur noch Rhein. Ernst Bromeis ist den ganzen Fluss bis zum Meer hinunter geschwommen, eine eindrückliche Diashow illustriert die Reise und versetzt alle in Staunen und Ehrfurcht.
Der Besuch der Wasserbibliothek ist vielseitig und spannend, wir erfahren viel Wissenswertes über unser Quell des Lebens und dürfen im wunderschönen Schlossgarten Zvieri essen.
Ausflug mit den Kindern des Transitzentrums Trimmis

Mit strahlenden Augen empfingen sie uns Leiterinnen, mit nicht minder strahlenden Augen wurden wir verabschiedet. An diesem Mittwoch Nachmittag standen die Zeichen gut: das Wetter spielte mit und bescherte uns ein Regenfenster zur geplanten Zeit. 11 Kinder hatten sich angemeldet um mit uns die Zizerser Gumpen Nahe des Transitzentrums zu entdecken. Schon auf dem Weg dorthin hatten die Kinder viele Fragen und es stellte sich schnell heraus, dass die meisten von ihnen recht gut Deutsch sprechen. Die Vokabeln Vogel, Baum, Fisch und Frosch waren geläufig. Uns zwei Leiterinnen hatten sie schnell ins Herz geschlossen – spätestens als wir wissen wollten, wie sie heissen und wo sie ursprünglich herkommen.
Die Kinder staunten über die Biberspuren und das mitgebrachte Anschauungsmaterial, wie Biberfell, Kellen- und Schädelmodell. Anschliessend wurde ausgiebig gespielt. Die Kinder zwischen 4 und 11 Jahren hatten da ihre genauen Vorstellungen: Seiligumpi und 7 Stein waren bei allen beliebt. Als es am Ende hiess wieder zurück zu gehen, waren einige fast enttäuscht: die Zeit war wie im Fluge vergangen. Die Kinder hatten offensichtlich alles andere vergessen und waren ganz im Hier und Jetzt angekommen – mit Haut und Haaren eingetaucht ins Element Natur! Am Schluss gab es Umarmungen und einige von ihnen fragten: «Kommt ihr bald wieder?»

